Around Taupo
Tongariro Crossing
Mt. Ruapehu, Mt. Ngauruhoe und Mt. Tongariro (von links)
Auf der Suche nach Schnee am 24. Dezember machten wir das Tongariro Crossing. Wir wussten nicht recht, was uns erwarten wuerde, weil wir verschiedenstes gehoert hatten: Das Crossing sei ausserordentlich streng oder es koenne bitter kalt werden. Da die Wetterprognosen vielversprechend zu sein schienen, “mostly fine”, waren wir zuversichtlich. Trotzdem ruesteten wir uns fuer jedes Wetter und packten unsere warmen und regenfesten Kleider ein.
Gespannt wanderten wir fruehmorgens los. Der Himmel war noch bewoelkt, was fuer Neuseeland, auch an einem schoenen Tag, nichts Aussergewoehnliches ist. Wir kamen schnell voran. Ebenso schnell verdichteten sich jedoch die Wolken. Im steilsten Anstieg begann es zu regnen, anfangs nur schwach, je hoeher wir stiegen, desto mehr regnete es und desto staerker pfiff uns der Wind um die Ohren. Als wir die offene Passage zwischen dem Mount Ngauruhoe (Mordor in “Herr der Ringe”) und dem Mount Tongariro ueberquerten, waren wir dem Wind und Regen endgueltig ausgeliefert. Unsere triefend nassen Hosen klebten kalt an den Beinen und der Wind peitschte uns erbarmungslos vorwaerts
.
(Nein, diesem Hundswetter wollten wir unsere Kamaras nicht aussetzen, ergo keine Photos. In diesem Grau in Grau haettet ihr sowieso nichts erkennen koennen, wie wir auch nicht
.)
So nahmen wir den letzten Anstieg zum Red Crater in Angriff. Wenigstens hoerte es auf zu regnen. Unsere nassen Hosen waren vom Wind innerhalb weniger Minuten wieder getrocknet. Ein schmaler Grat fuehrte uns dem Red Crater entlang. Bei einer Windgeschwindigkeit um 80km/h hatten wir alle Muehe das Gleichgewicht zu behalten. Endlich fanden wir den ersehnten Weihnachtsschnee
: Schneeregen setzte ein!
Bei diesen Temperatur- und Windverhaeltnissen verwandelten sich die Markierungspfosten in Eispfosten und Berggaenger zu Marsmenschen oder so…
Beim Abstieg zu den Emerald Lakes waren wir dem Wind wenigstens nicht mehr ganz so stark ausgesetzt und die Sicht verbesserte sich soweit, dass wir die Emerald Lakes immerhin sehen konnten.
Mit dem weiteren Abstieg verbesserte sich auch das Wetter. Als wir unser Ziel erreichten, war der Himmel stahlblau und die Sonne brannte uns auf den Pelz - eben “mostly fine”.
Orakei Korako
Unser letzter Ausflug in Neuseeland fuehrte uns nochmals in ein vulkanisch aktives Gebiet nach Orakei Korako.
Ruatapu Cave
Am Grund dieser Hoehle liegt ein tuerkisblauer, warmer See, in welchem man sogar seinen Schmuck reinigen kann.