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13. Januar 2007

Abaiang

Kiribati ist touristisch nicht erschlossen, was einerseits sehr interessant war, es andererseits aber auch schwierig gestaltete, etwas anzusehen oder zu unternehmen. Wir brauchten eine Woche, um einen Trip auf eine andere Insel zu organisieren. Schliesslich setzten wir fuer vier Tage nach Abaiang ueber, dem Nachbaratoll von Tarawa. Mit einem kleinen Boot, einer groesseren Nussschale mit 40PS Aussenborder, fuhren wir uebers offene Meer nach Abaiang.

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Unser Boot hatte etwa dieselbe Groesse wie das Boot “Regina”.

Unterwegs musste sich unsere Nussschale gegen einen staerker und staerker werdenden Wellengang behaupten. In den drei Meter hohen Wellen klaschte es auf und ab :shock: .

Delphine begleiteten uns auf unserer Fahrt und unzaehlige fliegende Fische schossen aus dem Wasser, um einige Meter weiter wieder in den tiefblauen Ozean einzutauchen.

Nach zweieinhalb Stunden erreichten wir die Insel. Das Wasser der Lagune war kristallklar und leuchtete tuerkisblau.

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Die Insel ist so klein, dass man sie in einer Minute ueberquert und in hoechstens fuenf Minuten um die ganze Insel spaziert.

 

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In diesen beiden Huetten lebt eine I-Kiribati Familie, die einzigen Bewohner der Insel.

Auf der anderen Seite der Insel gibt es vier weitere Huetten, zwei davon dienen als Schlafstaette fuer Touristen, eine als Kueche bestehend aus einem Gestell und zwei Gaskochern und eine beherbergt ein Camping-WC. Suesswasser gibt es keines, zumindest sahen wir in den vier Tagen, abgesehen von unserem Trinkwasser, kein anderes Suesswasser. So koennt ihr euch vorstellen, wie wir nach vier Tagen aussahen… Robinson Cruso laesst gruessen ;-) !


10. Januar 2007

Tarawa

Die Republik Kiribati (sprich: Kiribas) umfasst die Gilbert-, Phoenix- und Line-Inseln. Gemessen an der Landmasse ist Kiribati eine kleine Nation von rund 810 km². Die 33 Atolle sind jedoch ueber eine riesige Flaeche von 3,5Mio km² im Pazifik verteilt. Die meisten Atolle umschliessen eine tuerkisblaue Lagune und sind kaum hoeher als der Meeresspiegel (hoechster Punkt 4m ueber Meer). So ist es schwierig ausser Sicht- und Hoerweite des Ozeans zu geraten.

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Lagune bei Nordtarawa

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Tarawa Ist die Hauptstadt bzw. die Hauptinsel Kiribati’s. Man kann sich Tarawa als verkehrtes L vorstellen, bestehend aus mehreren schmalen Inseln. Im dichter besiedelten Suedtarawa sind die einzelnen Inseln mit Daemmen verbunden. Entlang dieser Linie verlaeuft die einzige Strasse, welche von unzaehligen Minivans befahren wird. Diese Kleinbusse operieren als oeffentliches Verkehrsmittel auf dem Land. Taxis gibt es hier nicht und die wenigsten Einheimischen verfuegen ueber ein Privatfahrzeug.

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Verbindung zwischen Nord- und Suedtarawa: Bei Ebbe kann man die Passage zu Fuss ueberqueren und bei Flut winkt man ein Kanu herbei.

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Die Menschen hier leben von Kokosnuessen, Reis und Fischen wie sie es schon seit Jahrhunderten tun…

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Die Jugendlichen fischen den “Znacht” fuer ihre Familie.

 

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Um die Fische laenger aufbewahren zu koennen, werden sie ueber dem Feuer geraeuchert.

 

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In dieser Vorratshuette werden Kokosnuesse aufbewahrt und eine frisch gewobene Schlafmatte ist zum Trocknen ausgebreitet.

 

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Sogar auf der Hauptinsel Tarawa leben nach wie vor viele Einheimische in traditionellen Huetten aus einem Palmblaetterdach und halb offenen Waenden.

 

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Fuer den Suesswasserbedarf werden Brunnen gegraben. In Suedtarawa sieht man oft auch Wasserzisternen, in welchen das Regenwasser gesammelt wird.

 

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Die Kinder sind zufreiden mit dem was ihre Phantasie und ihre Umgebung bieten.

 

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Japanische Kanonen sind Zeitzeugen des Kampfs zwischen Japan und den USA um die Vorherrschaft im Pazifik waehrend des zweiten Weltkrieges. Seither desintegrieren sie sich langsam am Strand ;-) . Kaum zu glauben, dass ein so kleiner Inselstaat inmitten des Pazifiks im zweiten Weltkrieg ein hart umkaempfter Stuetzpunkt war.

 

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Abendstimmung in Betio


2. Januar 2007

Unsere Ankunft in Kiribati

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Flughafen von Kiribati

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Natuerlich waren wir sehr gespannt, was uns in Kiribati erwartet, besonders auch weil die Einreisebestimmungen sehr wechselhaft zu sein schienen. Wir informierten uns mehrmals im Internet ueber die Einreisebestimmungen, gemaess welchem wir kein Visum benoetigen. Unser Reisefuehrer sagte jedoch das Gegenteil: Danach erhaelt man seit 2005 kein Visum mehr bei der Einreise. Reisende mussten auch schon auf dem Absatz umkehren. So standen wir vor den “Immigration-Officer’s”, welche uns zu verstehen gaben, dass sie nicht sicher seien, ob man als Schweizer fuer die Einreise ein Visum benoetigt. Waehrend eine Beamtin offensichtlich in ihrer Handtasche nach einer Antwort suchte, erklaerte Rahel ihr, dass wir die Visabestimmungen im Internet abgeklaert haetten und demzufolge keines benoetigen. Darauf drueckte sie uns nach kurzem Zoegern ein Permit in den Pass, uff ;-) !

Drei Tage spaeter erfuehren wir von einem amerikanischen Paar, welches ihre Tochter, die hier als Volontaire arbeitet, besuchen wollte, aber nicht einreisen durfte, da sie kein Visum hatten und im selben Flugzeug wieder zurueckfliegen mussten.

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Wartehalle

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Die Ankunft resp. der Abflug der wenigen Flugzeuge ist fuer Kinder und Erwachsene ein riesiges Ereignis.

Neben der Landebahn befindet sich ein Fussballfeld, so sieht man oft Einheimische, welche ueber die Piste spazieren. Damit die Landebahn bei der Ankunft von Flugzeugen frei ist, kuendet ein Polizeiauto mit Blaulicht die Landung an :roll: .