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2. Juni 2007

Manaus

In Manaus fuhren wir mit einem Schiff zum “Encontro das Aguas”, wo die verschiedenfarbigen Wasser der beiden Fluesse Rio Negro und Rio Solimoes etwa 15 km nebeneinander herfliessen ohne sich zu vermischen und sich langsam zum Amazonas vereinen…

Encontro_2

 

floating_house

Schwimmendes Haus – Streit mit dem Nachbar ist hier einfach zu loesen… ;-)

 

Manaus_Tankstelle

Tankstelle

 

Schulboot

Hier gehen die Kinder per Boot zur Schule!

 

Wasserlilien

Die Victória-régia, die Koenigin der Seerosen mit ihren riesigen Schwimmblaettern

 

Manaus_Tanker

Die Ausmasse des Amazonas sind gignatisch!


26. Mai 2007

Pantanal

“Brasilien-Zeit”

Mit dem Bus fuhren wir von Campo Grande nach Buraco das Piranhas, wo wir von unserem Fuehrer Bosco abgeholt wurden. Gemaess Information erwartete uns noch eine 20-minuetige Fahrt auf der Estrada Parque do Pantanal zu unserer Farm. Nach etwa einer halben Stunde machten wir einen 5-minuetigen WC-Stop. 30 Minuten spaeter ging es weiter ;-) . Nach kurzer Fahrt blieb ploetzlich unser Wagen stehen. Bosco warf einen Blick unter die Motorhaube, murmelte etwas von “combustible”, rannte davon und rief uns noch zu: “Back in 10 minutes”!

Bosco_1

Waehrend wir so warteten, kam ein Lastwagen angefahren und wollte passieren… Zuerst musste jedoch unser Pickup aus dem Weg geschafft werden, denn Bosco liess den Karren einfach mitten auf der Strasse direkt vor einer schmalen Bruecke stehen :roll: .

Nach etwa einer Stunde tauchte ein weiterer Lastwagen auf mit Bosco als Beifahrer. Sofort kletterte er in die Motorhaube und pumte den falschen Sprit ab, den er waehrend unserer “5-minuetigen” WC-Pause getankt hatte – wahrscheinlich aus Eile ;-) . Langsam bildete sich eine Lache unter dem Pickup…

Bosco_2

 

Bosco_3

Anschliessend musste unser Karren vom Lastwagen angezogen werden, denn der Anlasser funktionierte anscheinend seit laengerem nicht mehr. Nach weiteren 2 Stunden erreichten wir schliesslich die Farm – soviel zu den 20 Minuten :lol:.

Als wir vier Tage spaeter den selben Weg zurueckfuhren, kam es wieder zu einem Zwischenhalt… Diesmal gab unterwegs die Kupplung den Geist auf :roll: . Die Behebung dieses Problems war hoffnungslos. Der Wagen musste von einigen Brasilianern angeschoben werden und nun hiess es “wuergen” und einfach immer weiterfahren…

…auch als mein “Cap” davonflog und wir es holen wollten, gab uns Bosco zu verstehen, dass er nicht anhalten koenne, da unsere Fahrt sonst endgueltig vorbei sein wuerde… ;-)

 

Pantanal

Der Pantanal ist das groesste zusammenhaengende Feuchtgebiet der Erde, fast ebenso gross wie die Bundesrepublik Deutschland vor der Wiedervereinigung. Das Land aus Wasser, Sumpf, Savanne und Wald ist ein sich staendig aenderndes Labyrinth aus Fluessen, Seen, Kanaelen und Lagunen. Von unserer Farm aus erforschten wir die Fauna und Flora des Pantanals…

Dickicht 

 

Pantanal_Wasserl1

 

Kaiman_1

 

Kaiman_2

 

Pantanal_Kanu

 

Pantanal_Wasserl

 

Pantanal_Affe

 

Pantanal_Papa

 

Pantanal_Morgen


21. Mai 2007

Olinda und Umgebung

In Recife resp. Olinda verbrachten wir zwei Wochen in der wunderschoenen “Casa da Maria” ;-) , wo wir mit Gschwellti, Roesti und anderen kulinarischen Leckereien verwoehnt wurden. Zusammen mit den Klaengen der Appenzeller Streichmusik und dem unverkennbaren Ostschweizerdialekt unserer Gastgeberin, fuehlten wir uns wie zuhause. Damit wir aber nicht vergassen, dass wir immer noch in Brasilien sind, gab es jeden Abend einen Caipi – oder auch zwei… :lol:

Da Maria am Samstagabend zu einer Hochzeit eingeladen war, stellten wir uns auf einen “sturmfreien” Abend ein. Diese Rechnung machten wir aber ohne die brasilianische Spontaneitaet, denn als wir am Freitagmittag die Braut kennenlernten, lud sie uns kuzerhand zu ihrer Hochzeit ein. Weil unsere Rucksaecke fuer solche Festlichkeiten nicht unbedingt die noetige Eleganz enthielten, wurde Rahel von Maria und ich von Alex, einem ihrer Arbeitskollegen eingekleidet. Nun waren wir natuerlich gespannt, wie eine brasilianische Hochzeitsfeier vonstatten geht. Die Feierlichkeiten fanden in einem zum Garten hin offenen Saal statt und die Gaeste waren gebeten, sich um 19.00 Uhr einzufinden. Um etwa 20.00 Uhr verbreitete sich ein leichtes Rumoren unter der Festgesellschaft, aus dem wir vernahmen, dass mit der Trauung noch etwas zugewartet werden muesse, da noch nicht genuegend Gaeste anwesend seien ;-) .

Mit dem Einzug der Brautjungfern, der Eltern und des Brautpaares begann um etwa 20.30 Uhr die Zeremonie. Anschliessend wurde das Buffet eroeffnet und wir konnten die verschiedensten Gerichte der brasilianischen Kueche kosten. Kurz danach begann ein DJ mit brasilianischen Hits der Festgesellschaft einzuheizen. An die Tanzenden wurden Jucks-Brillen, Federboas und leuchtende Neonarmbaender in den verschiedensten Farben verteilt und die Party konnte beginnen…

Am Sonntag fuhren wir nach Porto de Galinhas, welcher zu den schoensten Straenden Brasiliens zaehlt. Das zweite Wochenende verbrachten wir im Ferienhaus ihres Bruders in dem kleinen Fischerdorf Barra de Catuama…

Barra_d_C3

 

Barra_d_C4

 

 

Unter der Woche erkundeten wir Recife…

Recife_Antigo

 

Palacio_da_Justiça

 

…und die Barockstadt Olinda…

Olinda_1

 

Olinda_Windows

 

Monasterio_S_Bento

 

Igreja_do_Carmo_1

 

Liebe Maria, nochmals ganz herzlichen Dank fuer die wunderschoene Zeit mit dir!


6. Mai 2007

Penedo & Rio São Francisco

Um Penedo erlebten wir gleich mehrmals die Hilfsbereitschft der Brasilianer. Im Bus nach Neópolis, von wo uns eine Faehre ueber den Rio São Fransisco nach Penedo fuhr, kamen wir mit einem Brasilianer ins Gespraech. Als einzige Touristen erregten wir auch die Aufmerksamkeit anderer Passagiere, welche sich schon bald an unserem Gespraech beteiligten. Zwei junge Brasilianerinnen waren ebenfalls auf dem Weg nach Penedo und sorgten sich von nun an um uns… ;-) Sie nahmen uns mit auf die Faehre, zeigten uns ein Restaurant und eine der Beiden kuemmerte sich schliesslich noch um eine Unterkunft fuer uns.

P_Faehre 

Faehre von Neópolis nach Penedo

 

Penedo_1

Samstagabendbeschaeftigung in Penedo: Autowaschen am Fluss :lol:

 

Am naechsten Morgen fuhren wir weiter ins Fischerdorf Piaçabuçu an der Muendung des Rio São Fransisco, von wo aus wir einen Bootsmann anheuerten, der uns die Lagunenlandschaft im Flussdelta zeigte…

Rio_Saõ_Fran_4

 

Rio_Saõ_Fran_3

 

Rio_Saõ_Fran_2

 

Anschliessend begleitete uns unser Bootsmann zurueck ins Dorf und zeigte uns, wo wir den Bus fuer die Weiterfahrt anhalten konnten. Eine aeltere Frau hatte dort einen kleinen improvisierten Marktstand, der uns etwas Schatten bot. Bevor sich unser Bootsmann verabschiedete, forderte er die Marktfrau auf, fuer uns den Bus nach Maceió anzuhalten. Nach einer Weile gesellte sich einen Polizist zu uns, welcher ebenfalls nach Maceió wollte. Natuerlich erfuhr er von der Marktfrau sofort, wohin unser Weg fuehrt und wer uns herbrachte… Anscheinend machten wir auf ihn einen etwas verlorenen Eindruck :roll:, auf jeden Fall nahm er unsere Weiterreise in die Haende… Er sorgte sich um unser Gepaeck, achtete, dass wir im kleinen Minibus zwei Sitzplaetze nebeneinander erhielten und besorgte uns in Maceió schliesslich ein Taxi, dem er ein Hotel angab… ;-)


4. Mai 2007

Salvador

Salvador ist die ”schwaerzeste” Stadt Brasiliens. Zwei Drittel der 2.2 Milionen Einwohner sind Nachkommen frueherer Sklaven, die ihre Religionen, Rhythmen und Traditionen aus Afrika mitbrachten. So wurde Salvador unter anderem das Zentrum des Candomblés.

Candomblé bedeutet in der Sprache der Yoruba “Fest” oder “Gebet” und bezeichnet eine afro-brasilianische Religion, welche aus Westafrika ueberliefert wurde. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten Sklaven aus dem heutigen Nigeria und Benin ihre Glaubensvorstellungen und die Yoruba-Gottheiten, die Orixás, nach Brasilien. Fuer Candomblé-Glaeubige sind die Orixás die Mittler zwischen der hoechsten Gottheit Olorún und den Menschen. Nach Ueberlieferungen des Candomblé wurden sie von Olorún geschaffen und sind goettliche Wesen, die einst mit den Menschen lebten, wobei sie die Welt des Diesseits als auch des Himmels besuchen konnten. Diese Harmonie wurde zerstoert, als ein Mensch sich den Gesetzen Olorúns widersetzte. Die Orixás gaben ihre materielle Huelle auf und verwandelten sich in “Axé” Energie.

Ein Merkmal des Candomblé ist der Glaube, dass der Kontakt zu Olorún wieder hergestellt werden kann, indem sich die Orixás kurzzeitig in den Koerpern auserwaehlter Glaeubigr offenbaren. Durch besondere Trommelrhythmen, Taenze und Gesaenge werden die Orixás von den Glaeubigen herbeigerufen. Dabei fallen die Glaeubigen in Trance und verlassen ihr eigenes ich, damit die Gottheit sich in ihnen offenbaren kann.

In Salvador konnten wir einer solchen Candomblé-Zeremonie beiwohnen. Wir wurden in einen kleinen, geschmueckten Raum gefuehrt, in welchem drei junge Maenner die Trommeln schlugen und Lieder in der afrikanischen Sprache Yoruba sangen. Etwa zwanzig weissgekleidete Frauen und Maenner tanzten im Kreis zu den Rhythmen. Unterstuetzt wurden sie von der dichtgedraengten Menschenmenge, welche ihrerseits sang und im Rhythmus klatschte. Nach und nach fielen die Tanzenden in Trance und wurden von Helferinnen in einen Nebenraum gefuehrt, wo sie entsprechend dem Orixá, welcher in sie eingefahren war, gekleidet wurden. Nach einer kurzen Pause kehrten sie als Orixás gekleidet wieder zurueck in den Raum und fuehrten symbolische Taenze und Gesaenge auf, welche die Eigenheiten des Orixá in Erinnerung rufen. 

In der Kolonialzeit als die afrikanischen Sklaven zum Katholizismus konvertieren mussten, ueberlebte der Candomblé Kult nur, weil er unter dem Deckmantel des Katholizismus praktiziert wurde. Die Sklaven ordneten ihren Gottheiten katholische Heilige zu. So wurde die Meeresgoettin Iemanjá zum Beispiel mit der Jungfrau Maria gleichgesetzt. Deshalb sind viele Afrobrasilianer sowohl Candomblé-Glaeubige als auch Katholiken.

 

Bekannt ist Salvador auch fuer sein historisches Viertel Pelourinho mit der beeindruckenden Barockarchitektur und den gut erhaltenen Kirchen. Die Ernennung des bunten Viertels zum UNESCO Weltkulturerbe retete die Herrenhaeuser und Kolonialbauten vor ihrem Niedergang.

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Igreja Rosário dos Pretos am Largo Pelourinho

 

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Igreja São Pedro dos Clérigos 

 

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Terreio de Jesus


1. Mai 2007

Rio de Janeiro…

…liegt eingebettet zwischen kegelfoermigen Huegeln, bewaldetetn Bergzuegen und langgezogenen Meeresbuchten. Die Wahrzeichen der Stadt sind die Christusstatue auf dem Gipfel des Corcovado, der Pão de Açúcar (Zuckerhut), sowie die Straende Copacabana und Ipanema, welche zu den Bekanntesten der Welt zaehlen…

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Corcovado im Hintergrund

 

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Zuckerhut 

 

Copacabana

Copacabana 

 

Durch dei Gassen von Santa Teresa, einem Viertel mit kolonialen Villen, bunten Fassaden und verwinkelten Kopfsteinpflastergassen, rumpelten wir mit der Bonde, Rios beruehmten Strassenbahn… 

Santa_Teresa


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