23. September 2006
Die Grenzueberquerung irgendwo im Nirgendwo, zwischen Regen und Sonnenschein: In Zhangmu zeigten wir an jedem Kontrollposten wieder und wieder unsere Papiere, verliessen schliesslich das tibetische Hoheitsgebiet und wunderten uns, wo wir “landen” werden. Mit einem alten Minivan fuhren wir durchs “Niemandsland” – zwischen Tibet und Nepal. Nach zwanzig Minuten holppriger Fahrt wurden wir vor einer Bruecke, welche ueber einen grossen Bergbach fuehrte, ausgeladen. Wir hatten die nepalesische Grenze erreicht.
Der Unterschied von Tibet zu Nepal ist gewaltig – ploetzlich die satten Farben und die fruchtbare Landschaft – man bekommt nicht genug davon.

Und dann die ueberlaufenen Strassen, Schafe und Ziegen soweit man sehen kann und mittendrinn Autos, Busse und Lastwagen - ein lebhaftes Treiben! Anlaesslich des wichtigsten nepalesischen Festivals, des Dasain, wurden tausende Schafe und Ziegen von Tibet nach Nepal getrieben, um in den Tempeln geopfert zu werden.


23. September 2006
Einige Eindruecke von unterwegs auf dem Friendship Highway…
Yamdrok-tso See

Wer haette gedacht, dass wir auf ueber 4000m Hoehe in einer Sandwueste spazieren gehen, unglaublich!
Gyantse
In den Gassen von Gyantse findet man das traditionelle tibetische Leben…


Zum tibetischen Leben gehoeren auch die unzaehligen Tempel und Kloester. Die Kumbum-Stupa im Palkhor-Kloster wurde als begehbares Mandala gebaut.
Shigatse
Das Kloster Tashilunpho ist der Sitz des Panchen Lama. Der Klosterkomplex ist wie eine “Stadt in der Stadt”.


Auf dem Weg zum Everest Base Camp…

Der Anstieg zum Pass…

…und dann der erste Blick auf den Himalaya, genial!

Unterwegs mussten wir uns noch als Pferdetreiber ueben
Nach einer kalten Nacht im Everest Base Camp warteten wir gespannt, bis die Sonne aufging und sich uns der Mount Everest zeigte. Die Stimmung war wunderschoen!

15. September 2006
Ein weiteres Highlight unserer Reise war der Ausflug zum Nam-tso See. Zusammen mit Anya und Julien, einem Paeaerchen aus Kanada, mieteten wir einen Land Cruiser und machten uns auf den Weg.

Schon die Anfahrt ueber einen Pass von 5190m durch die Hochebene Tibets war wunderschoen. Die Fuenf- und Sechstausender schrumpfen in dieser Hoehe zu Huegeln. In dieser kargen Umgebung begegnet man vielen Nomaden mit ihren Yak-, Schaf- und Ziegenherden.


Zum Nam-tso See lassen wir die Bilder sprechen…





Uns erwartete eine bitterkalte Nacht auf ueber 4700m Hoehe. Nachdem wir uns tagsueber trotz dieser Hoehe gut fuehlten, befuerchteten wir, abgesehen von einem kalten Toilettengang, nichts weiter. Wer haette gedacht, dass gerade dieser unliebsame Toilettengang wohltuend wirken sollte…
Nach einigen Stunden unruhigen Schlafes erwachte Roman mit Kopfschmerzen. Die Bemuehungen wieder Schlaf zu finden, verstaerkten diese nur. Aehnlich ging es uns anderen. Aufgrund des geringeren Sauerstoffgehalts hatten wir zudem Muehe mit atmen. Der Gang zur Toilette resp. die frische Luft verschaffte Linderung der Beschwerden.
Am naechsten Morgen zeigte sich uns der Nam-tso See von einer anderen Seite…

Es hatte in der Nacht geschneit!
13. September 2006
Die alten tibetischen Haeuser, die verschiedenen Gerueche und die vielen Pilger verleihen der Stadt einen besonderen Charme!

Fruehmorgens, wenn die Stadt langsam am Erwachen ist, trifft man auf dem Barkhor schon unzaehlige Pilger. In der einen Hand die Gebetstrommel und in der anderen die Gebetskette umrunden sie den Ritualweg um den heiligen Jokhang Tempel. Eingehuellt von ihrem Singsang, dem Geruch von Raeucherstaebchen und dem leicht ranzig-suesslichen Butterkerzengeruch koennten wir diesen Menschen stundenlang zuschauen.

Das Wahrzeichen Lhasas ist wohl unbestritten der Potala, der einst Regierungssitz und Winterpalast des Dalai Lama war. Uns ueberkam ein mystisches Gefuehl, als wir den Audienzsaal und den Meditationsraum des jetztigen Dalai Lama betraten. Auch andere Saeaele, bis unter die Decke gefuellt mit antiken Schriften in alte wertvolle Stoffe gewickelt oder die enormen Grabmaeler verstorbener Dalai Lamas, als Stupas gebaut (die Groesste ist aus 3721 kg Gold hergestellt), waren beeindruckend!
