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30. August 2006

Lijiang

Lijiang liegt auf einem 2600m hohen Plateau. Hier leben die Naxi. Durch die Altstadt fuehren unzaehlige, enge Gassen, in denen man sich leicht verirren kann.

Lijiang_1

 

Noerdlich von Lijiang erhebt sich das Jadedrachen-Schneegebirge, welches bereits zu den Auslaeufern des tibetischen Plateaus gehoert.

Lijiang_2

Aussicht auf das Gebirge vom Teich des schwarzen Drachens

 

Auf seiner Rueckseite befindet sich die Tigersprungschlucht, eine der tiefsten Schluchten der Welt.

Lijiang_3

Die Wanderung in die Schlucht unternahmen wir mit Dani & Birgit :wink: , einem Paeaerchen, welches wir in unserem Hotel kennenlernten.

Lijiang_4

 

In Lijiang durften wir die chinesische Teekultur kennenlernen. Der Hotelbesitzer lud uns zu einer gemuetlichen Teerunde ein. Es gesellten sich immer mehr Leute dazu, unter anderem Lianna, eine junge Chinesin, mit deren Hilfe wir uns verstaendigen konnten. Wir sassen den ganzen Nachmittag zusammen und genossen die Zeit bei Tee und Schwarzwaeldertorte. :-) An den folgenden Tagen wurden wir immer wieder aufgefordert mit ihnen Tee zu trinken.


25. August 2006

Dali

Dali ist ein altes Staedtchen der Bai-Nationalitaet und liegt am Erhai-See. Hier goennten wir uns einige Tage Erholung.

Dali_1

Dali_2


19. August 2006

Guiyang

Huangguoshu Wasserfall in der Naehe Guiyangs

Guiyang

 

Auch eine Autobahnfahrt kann abwechslungsreich sein:

Bei der Anfahrt zum Huangguoshu Wasserfall sahen wir eine Frau, welche mit einem Lappen die Leitblanken putzte! Eine Zweite war damit beschaeftigt mit ihrem Reisbesen zu kehren!

Auf der Rueckfahrt passierten wir in einem Tunnel eine Bauequipe, welche unisono am schlafen war – muss bequem sein auf der Autobahn! :?


17. August 2006

Kaili

Busfahren in China II

Spontan entschieden wir uns uebers Hinterland nach Kaili zu fahren, da diese Gegend landschaftlich sehr schoen sein soll. Dies bedeutete zwar eine lange Busfahrt durch ein schlecht erschlossenes Gebiet, aber wir waren uns ja schon einiges gewohnt… ;-)

Bald merkten wir, dass auch diese Strasse nicht asphaltiert ist und das Thermometer stieg wiederum auf mind. 35 Grad, uff! Dieses Mal hatten wir die vordersten Plaetze, was nicht nur Vorteile bringen sollte . . . Die Strasse fuehrte durch eine einsame Gegend - in sechs Stunden passierten wir gerade mal drei kleine Doerfer. Deshalb nahm der Bus auch ziemlich alles und jeden mit, der am Strassenrand stand. Nach und nach fuellte sich der Bus. Dabei waren die vorderen Plaetze, ob Stehplatz, auf dem Motor oder einem Absatz, die Begehrtesten. Eine aeltere Frau zog es vor, sich mehr oder weniger auf Romans Schoss zu setzen, als drei/vier Reihen weiter hinten auf einen, der freien Sitzplaetze.

In der ersten kleinen Orstschaft hielten sie auf der Hauptstrasse gerade Markt ab. So stiegen einige Leute mit den verschiedensten Errungenschaften zu, unter anderem drei Huehner, welche neben unseren Fuessen und auf unserem Gepaeck plaziert wurden. ( Immer noch angenehmer als eine Hornissenzucht in einer Kartonschachtel mit Loch!, wie auf einer anderen Fahrt) Gluecklicherweise entleerte das Huhn seinen Darm neben und nicht auf unserem Gepaeck.

Spaeter stieg ein Mann zu und platzierte seine 200 kg Reis praktischer Weise direkt beim Ein- bzw. Ausgang. Jetzt war der Bus definitiv voll und wir dachten anfangs, wir koennten unsere Beine strecken. :-(

Als wir bei der Endstation in einer groesseren Ortschaft den naechsten Bus nach Kaili nehmen wollten, gaben sie uns auf  chinesisch zu verstehen, dass dieser erst am anderen Morgen fahren wuerde. Wir waren also mitten im Nirgendwo gestrandet!

Am naechsten Morgen ging unsere Busfahrt weiter, sogar auf asphaltierter Strasse! Unser Fahrer vermochte dies jedoch mit seinem Fahrstil locker zu kompensieren. Ausserdem fuehrte der Weg durch das Gebirge ueber zwei Paesse, was der junge Chinese eine Reihe vor uns schon nach kurzer Fahrt zu quittieren wusste. Er sollte nicht der einzige bleiben. (Nicht vor dem Essen weiterlesen!) Ploetzlich riss er das Fenster auf, streckte seinen Kopf hinaus und liess sich seinen Milchshake nochmals durch den Kopf gehen. Bevor wir realisierten, was vor sich ging und unser Fenster schliessen konnten, hatte Rahel einen Teil davon abbekommen. Der Rest klebte an unserer Fensterscheibe. Bis zum Mittagshalt hatte es ihm der halbe Bus gleich getan. Nur das kleine Maedchen neben uns kannte dieses Prozedere noch nicht und somit bekam ihre Mutter alles ab.  Beim Halt auf halber Strecke gleichte der Bus einem Zebra mit hellbraunen Streifen. Den zweiten Teil, nachdem sich alle beim Mittagessen wieder ihre Magen gefuellt hatten, ersparen wir euch.

Ps: Wir ueberstanden die Fahrt unbescholten! :wink:

 

Schnappschuesse von unterwegs…

Reise_2

Reise_1


13. August 2006

Chengyang

Abends um Halbneun fuhr uns ein Tuktuk zu einem Hostel gleich neben der Wind- und Regenbruecke in Chengyang. Nach der staubigen Busfahrt (Bericht Ping-an) freuten wir uns auf eine Dusche und erstaunlicher Weise erhielten wir sogar ein Zimmer mit Bad. Leider fehlte die ersehnte Dusche. :-( Nachdem wir in Zeichensprache zu verstehen gaben, dass wir gerne duschen moechten, verschwand der Hausherr, kehrte mit einem Duschschlauch und einer Brause zurueck und montierte diese kurzerhand. Nun hatten wir unsere Dusche, denn diese besteht in China oft nur aus Duschschlauch und Brause. Man duscht zwischen WC und Lavabo, manchmal auch ueber dem WC oder einfach dort, wo es gerade noch Platz hat. :wink:

Nach und nach wurde das offensichtlich neue Zimmer fuer uns fertig eingerichtet. Die Besitzer brachten eine Kommode, einen Ventilator und schliesslich wurden noch Vorhaenge aufgehaengt. Und dies alles nachts um Halbzehn!

 

Sanjiang 

In Chengyang leben die Dong. Sie erbauten 1912 die Wind- und Regenbruecke ohne einen Nagel zu verwenden!


12. August 2006

Ping-an

Ping-an ist ein kleines 600 Jahre altes Dorf der Zhuang. Aufgrund der huegeligen Landschaft legten sie ihre Reisfelder entlang virtueller Hoehenlinien terrassenfoermig an.

Pingan_2 

 

Pingan_1 

Drachenruecken-Reisterrassen

 

Busfahren in China

Auf dem Weg von Ping-an nach Guilin entschieden wir uns spontan in Longsheng den Bus zu wechseln, um nach Chengyang zur Wind- und Regenbruecke zu fahren. Uns wurde zwar davon abgeraten, da diese Strecke infolge einer Baustelle muehsam zu fahren sei, aber das konnte wohl nicht so schlimm sein, schliesslich handelte es sich lediglich um 69 km.

Nach wenigen Minuten Busfahrt verliessen wir Longsheng und damit auch die asphaltierte Strasse. Wir fuhren nur noch mit 20-30 km\h, den unzaehligen Schlagloechern auszuweichen war zwecklos und jedes Mal wenn wir ein anderes Fahrzeug kreuzten, wurden wir in eine Staubwolke gehuellt, da die Fenster weit offen standen. Das war aber immer noch die angenehmere Option, als die Fenster bei 35 Grad ohne Klimaanlage zu schliessen :? .

Wir nahmen an, dass es sich um die angekuendigten Bauarbeiten handelte. Zu Beginn war die Gratismassage ganz O.K., doch irgendwann ahnten wir, dass sich die Baustelle ueber die ganze Strecke hinwegziehen wuerde und so war es auch. Anscheinend wird eine Schnellstrasse zwischen Longsheng und Sanjiang errichtet. Doch das duerfte noch dauern! Denn unterwegs sahen wir einen einsamen Arbeiter, welcher ein riesiges Felsmassiv mit seinem Presslufthammer zu bearbeiten schien. Einige Kilometer weiter entdeckten wir einen zweiten Arbeiter. Dieser versuchte die Felswand mit Hammer und Meissel zu berarbeiten. :wink: Wir wunderten uns nicht nur ueber das Werkzeug, sondern auch darueber, dass sie alleine waren, da normalerweise zu einer chinesischen Baustelle unzaehlige Arbeiter gehoeren, auch wenn viele nur zuschauen. Nach dreieinhalb Stunden Fahrt kurz vor Sanjiang passierten wir doch noch eine Bauequipe mit wenigstens zehn Mann.

Wir waren froh, die Strecke nicht bei Regenwetter fahren zu muessen, denn die gesprengten Felswaende waren hier nirgends gesichert und an vielen Stellen war die Strasse infolge Felsstuertze nur noch einspurig befahrbar.


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